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ANKERN

Das Ankergeschirr gehört zu den wichtigsten Ausrüstungsteilen auf einer Langfahrt. Nach unseren Erfahrungen verbringt ein Langfahrtsegler deutlich mehr als 80 % seiner Reise vor Anker. Deshalb ist es wichtig , ein besonderes Augenmerk auf den Anker und die Kette zu legen. Grundsätzliches: Auf mehr als 20 m Wassertiefe nicht ankern, denn bei einem Anker , der sich verhakt hat ist dann ein Tauchgang unumgänglich. Als Faustregel bei Kette gilt : Ankerkettenlänge = mind. 3 fache Wassertiefe, mind. jedoch 25 m Kette stecken. Den Schwojradius der Nachbarlieger beachten! Bei Wind über 40 Ktn. am Ankerplatz sollte, wenn genug Raum vorhanden, 6- 7 fache Wassertiefe gesteckt werden.

Ankern

Die Erfahrung im Mittelmeer lehrt, dass viele sehr schöne Ankerplätze oft eine Wassertiefe von 15- 20 m aufweisen. Deshalb sind 50 m Kette das absolute Minimum; besser schläft man bei 80 – 90 m Kette. Welcher Anker? Hier gibt es die unterschiedlichsten Ansichten. Wir haben beste Erfahrungen mit dem Delta Anker von Lewmar und dem Mantus Anker gemacht. Der Delta Anker hat mit uns schon in Naxos 55 ktn. Wind erlebt und gehalten, zum Mantus Anker hier das Kurzstatement unseres Kunden Roman Eichinger: „… Um es auf den Punkt zu bringen hat er mich seit mehr als 2 Jahren, unzähligen Stürmen und Situationen noch nie im Stich gelassen. Vielmehr hat er all das gehalten was von Seiten des Herstellers (Mantus) versprochen wurde….“

Bei der Kette kann man zwischen feuerverzinkt und Edelstahl wählen. Bei Edelstahl gilt es darauf zu achten, dass man einen sog. Duplex Stahl verwendet; normaler Edelstahl neigt in südlichen Gefilden zur Korrosion.

Der Vorteil einer Duplex Edelstahl Kette von der Firma Wälder liegt darin, dass man in den meisten Fällen den Kettendurchmesser um eine Stufe reduzieren kann – statt 12 mm Durchmesser nur 10 mm – bei gleichzeitig höherer Bruchlast. Feuerverzinkte Ketten tendieren überdies zur „Häufchenbildung“ im Ankerkasten, dies bedeutet ein Crewmitglied muß auf den Knien liegen und die Kette wegstauen. Der einzige Nachteil der Wälder Ankerkette ist ihr Preis, der aber lohnt, wenn man sich vor Augen hält, wie oft man ankert und dass man sich die Kosten des Nachverzinkens spart. Auch hier machen wir Ihnen gerne ein passendes Angebot!

Bei den Ankerwinschen fällt unsere Wahl auf Winschen der Firma Lofrans. Weltweit vertreten, eine gesicherte Ersatzteilversorgung und sinnvolles Zubehör wie ein Kettenzählwerk, machen diese Winschen für uns zur ersten Wahl. Zudem gibt es es eine breite Auswahl an Vertikal- und Horizontalwinschen, mit und ohne Verholspill, so dass für jede Anforderung das passende dabei ist. Bitte sprechen Sie uns an!

Wenn Sie dann noch eine Ankerkralle mit einer Ruckdämpfung Ihr Eigen nennen, sollte einem gelungenen Ankermanöver nichts im Wege stehen.

Gerne geben wir von Parasail Ihnen auch persönlich Tipps für gutes Ankern, denn wir erleben es mit schöner Regelmäßigkeit, dass Anker nicht ordentlich eingefahren werden, zu wenig Kette gesteckt wird u.v.m. Es ist in warmen Gewässern auch ein schöner Spaß , den Anker abzutauchen. Man weiß wie er liegt, man sieht, ob er sich gut eingegraben hat. So schmeckt das Ankerbierchen noch besser und die Nacht ist sehr entspannt!

Ankerwinsch

Roman Alexander Eichinger

Hallo, mein Name ist Roman Alexander Eichinger und ich möchte ein paar Worte über meinen Mantus Anker 125lbs niederschreiben. Vorab, ich segle seit mehr als 30 Jahren und das auf verschiedenen Charterbooten – und Schiffen unterschiedlicher Größen und auch unterschiedlichen Ankern. Seit mehr als 5 Jahren lebe ich auf meinem eigenem Schiff, einer 20m Ketch, knapp 40Tonnen und stehe bis auf wenige Ausnahmen zwischen meinen Törns, ganzjährig ausschließlich vor Anker. Es ist also ein Thema, wenn nicht das Thema, … „ankern“.

Auch bei meinem Schiff habe ich einige Anker getestet und folglich auch aussortiert. Ich möchte hier nicht auf jene eingehen, sondern gleich zum jetzigen Anker, meinen Mantus, 125lbs (knapp 60kg), verzinkt kommen. Um es auf den Punkt zu bringen hat er mich seit mehr als 2 Jahren, unzähligen Stürmen und Situationen noch nie im Stich gelassen. Vielmehr hat er all das gehalten was von Seiten des Herstellers versprochen wurde. Es gibt nicht einen Meter den der Anker verschenkt nachdem er zum Meeresgrund gefallen ist. Vor allem nach einem Winddreher egal welchen Winkels bis hin zum „180 grad Dreher“, wie es meistens unmittelbar vor einem starken Gewitter der Fall ist. Der Mantus schenkt keinen Meter her. Ich muss bemerken dass ich niemals auf felsigen Grund geankert habe, in steinigem Geröll, welches glücklicherweise recht selten ist jedoch schon. Ich habe wie gesagt noch nie einen Meter Ankergrund verloren Für mein Dinghy, Zodiac RIB 340 mit Yamaha 20PS / 4T, habe ich ebenfalls einen Mantus im Einsatz, den kleinsten der Reihe. Die verspielte Seite des Mannes,wie auch jene in mir, verleitet mich immer wieder dazu, im seichten Ufer oder am Strand zu experimentieren. Ich werfe, lege, setze den „Mantus-Dinghy“ unzählige Male, drehe mich, ziehe aus unterschiedlichsten Richtungen, verkürze die Länge meiner Leine auf teilweise unter 1:3 und schaffe es kaum Ihn aus dem Sand zu ziehen. Ab einem Längenverhältnis von 1:4 gelingt dies niemals. Er gräbt sich immer tiefer und hält unnachgiebig. Kurzum, ich bin von diesem Konzept zu 100% überzeugt.

Gerade in diesem Augenblick liege ich in Marmaris vor Anker, der Wind bläst mit Durchschnittlich 40kn aus SO. Die Wassertiefe beträgt gegenwärtig 12,5m, ich habe sicherheitshalber 70m meiner insgesamt 125m Cromox Kette 13mm ausgelegt und schreibe diese Zeilen in totaler Gelassenheit. Ich kann dem Mantus völlig vertrauen und mit bestem Gewissen empfehlen.Bei Fragen diesbezüglich gebe ich für Bootsfreunde gerne Auskunft. Auf meiner Homepage (sailingwithjoy), welche in Arbeit ist, stelle ich sogleich ein paar Bilder meines Mantus bereit.

Ich wünsche immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel,
Skipper Roman ;))